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Konzertkritik: Eine herausragende Alice singt exklusiv für Fasanomusica

Osservatorio oggi.it – 03/12/2016 von Angelica Sicilia

Der Aufritt der großen Künstlerin am gestrigen Abend, dem zweiten der diesjährigen Saison, wurde vom Publikum mit großer Begeisterung gewürdigt

FASANO – „Wenn der Wind sich legt, der Duft der Erde nicht mehr weiß wohin und allein in sich den Sinn seines Seins erkennt“: Es sind diese Anfangsverse des Liedes Aspettando mezzanotte (aus 2014) mit denen die anmutige Alice ihr Konzert im Kennedy Theater beginnt, vor einem Publikum, welches sie bereits sehnlichst erwartet. Am gestrigen 2. Dezember trat die in Forlì geborene Sängerin im Rahmen der 34sten Fasanomusica Konzert-Saison auf (und damit exklusiv in der Region), begleitet von Carlo Guaitoli am Klavier und Antonello D’Urso (Gitarre). Beim Auftritt der 62-jährigen Alice (Künstlername von Carla Bissi) wurde die große Passion und die starke spirituelle Kraft genauso erkennbar, wie eine herausragende Stimme, die in all den Jahren nichts an ihrer Intensität verloren hat; sondern die vielmehr noch immer in der Lage ist, die Zuhörer dazu zu bewegen, sich in eine „parallele Dimension“ entführen zu lassen.

Nach diesem Auftakt geht das Konzert weiter mit Un mondo aparte und Morire d’amore (Stücke aus dem 2012 erschienenen Album Samsara), gefolgt von È stato molto bello, einem Stück von Franco Battiato, der die Texte vieler Lieder geschrieben hat, die von ihr interpretiert wurden. Seit ihrem ersten Zusammentreffen, Anfang der 80er Jahre, haben die beiden ihre Freundschaft aber auch ihre künstlerische Zusammenarbeit stets verstärkt, in dem sie Musik erschufen und Duette sangen, bis hin zum im November 2016 erschienenen Album Live a Roma, das Ergebnis einer sehr erfolgreichen gemeinsamen Tour. Nach dem poetischen Autunno già folgt Chanson Egocentrique, ein unvergessener Song, ursprünglich im Duett mit Fracnco Battiato gesungen; aber auch Dammi la mano amore, La cura, A cchiù bella, Anin a gris (Poesie aus dem Friaul) und Nomadi hat die Künstlerin vorgetragen. Nachdem sie die Worte von Pier Paolo Pasolini zu Valore della sconfitta (Der Wert des Scheiterns) gelesen hatte, konnten die Anwesenden der unwiderstehlichen Stimme von Alice lauschen, wie sie drei Texte Pasolinis vortrug: Deserti blu, La recessione und Il principe. I treni di Tozeur (1985) und Il contatto, ein aus einer Traumerfahrung entstandener Song, gaben die Gelegenheit, die Sängerin mit ihrem Können am Klavier zu bewundern. Es folgten noch Tante belle cose, Veleni, Il sole nella pioggia, und zum Abschluss zwei vom Publikum stark eingeforderte Pop-Hits: Zuerst Il vento caldo dell’estate und im Anschluss Per Elisa, die Single, mit der sie 1981 den Sieg beim Festival di Sanremo davontrug. Alice hat mit ihrer Harmonie und ihrer musikalischen Raffinesse dem Publikum ein Konzert entlang eines Pfades voller Erinnerungen und Emotionen geschenkt.

Der Text im  Original: http://www.osservatoriooggi.it/notizie/cultura/17213-fasano-alice

Danke, wie immer an Alice e dintorni!

 

 

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